Kalksandstein

Die Palette reicht von traditionellen, kleinformatigen Kalksandsteinen zur Handvermauerung (KS-Vollsteine und KS-Lochsteine) über Steine mit „Nut und Feder”-System (KS-R-Steine) zu KS-Bauplatten zur Erstellung von schlanken nicht tragenden Wänden. Besonders wirtschaftlich sind KS-Plansteine und großformatige KS XL, da diese mit Dünnbettmörtel verarbeitet werden. KS-E-Steine ermöglichen – auch nachträglich – die Verlegung von Elektroinstallation ohne Schlitzen und Fräsen. Steine zur Erstellung von Sichtmauerwerk runden die Palette ab.

 

Mit der bewährten KS-Bauweise lassen sich hochbelastbare Wände schnell und sicher herstellen. Durch die hohe Festigkeit und die Funktionstrennung der Wände sind deutlich schlankere Wandkonstruktionen möglich. Wohn- und Nutzfläche von bis zu 7 % sind gegenüber Wettbewerbskonstruktionen möglich.

 

Der Schallschutz in Gebäuden hat eine große Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen.

 

Umfangreiche Brandprüfungen und Forschung belegen, dass sich Kalksandstein in brandschutztechnischer Hinsicht vorteilhaft verhält. KS-Mauerwerk hat im Brandfall eine hohe Feuerwiderstandsfähigkeit. Brandfälle aus der Praxis bestätigen dieses sehr eindrucksvoll.

 

Durch hohe Druckfestigkeit von Kalksandstein sind KS-Wände selbst bei geringen Wanddicken hochbelastbar.

Porenbeton

Porenbeton entsteht aus dünnflüssigen Betonmischungen, denen Aluminiumpulver zugegeben wird. Das Pulver reagiert mit Zement und schäumt auf. Die entstandenen Luftporen bleiben nach dem Erstarren erhalten und sorgen für gute Wärmedämmung. Porenbetonbauteile zeichnen sich durch hohe Maßgenauigkeit und eine glatte Oberfläche aus.

Wirtschaftlichkeit kann nicht nur der Vergleich „Was kostet der Quadrat- oder Kubikmeter Baustoff?“ sein.
Es sind in der Regel mehrere Faktoren, die zusammenwirken und erst in der Summe lässt sich die Wirtschaftlichkeit erkennen. Als einfaches Beispiel sei hier der Wärmeschutz angeführt. Ein Stein mit hervorragenden Wärmewerten ist teurer als ein nicht so gut dämmender Baustoff. Kurzsichtig gesehen ist der günstigere Stein der Favorit, langfristig wirtschaftlicher ist aber der dämmende Stein, denn die ständigen steigenden Energiekosten belasten laufend. Mit diesem Vergleich wird nur ein Faktor herangezogen. Wie bereits erwähnt gibt es eine größe Anzahl zu berücksichtigender Faktoren – die je nach Betrachter – eine unterschiedliche Bedeutung haben. So kann aufgrund der guten Wärmedämmung evtl. eine dünnere Außenwand möglich sein. Dieser Vorteil ist insbesondere für Bauträger, Investoren oder Planer interessant, denn der Wohnflächengewinn ist hier der entscheidende Vorteil. Für den Bauunternehmer ist die leichte, rationelle und schnelle Ver- und Bearbeitbarkeit des Baustoffes ein entscheidender Faktor.
In den nachfolgenden Betrachtungen wird unterschieden zwischen handversetzten Steinen, wie Planbauplatten und PLANBLOCK sowie maschinell versetzten Produkten, wie Jumbos, Dach- und Deckenplatten. Welches Wand- und Deckensystem zur wirtschaftlichsten Lösung führt, ist objektspezifisch zu klären. Nicht berücksichtigt sind Faktoren, die aus der möglichen Zeitersparnis resultieren – z.B. durch schnell zu realisierende Leitungsschlitze oder durch die Möglichkeit direkt zu verfliesen.

Wer ruhig wohnt, lebt gesünder. Lärm kann krank machen. Umso wichtiger ist es heute, mit ausreichendem Schallschutz zu bauen. Die massiven Porenbeton-Außenwände bieten normgerechten Schallschutz. Bei einer 300 mm dicken Porenbeton-Wand sind das für die besser wärmedämmende Qualität (PP2/0,4) 41dB, für die besser tragende Qualität (PP4/0,6) 46 dB. Die Schalldämmwerte liegen um 2 dB höher als bei anderen gewichtsmäßig vergleichbaren Baustoffen und reichen in der Regel für den Lärmpegel IV aus.
Drinnen kommt’s auf die Bewohner an. Der Schallschutz z. B. zwischen lauten und leisen Räumen, wie Kinderzimmer und Schlafzimmer, sollte mindestens 40 dB betragen. Das ist mit einer normalen, 115 mm dicken Porenbeton-Trennwand möglich. Schallschutz über 50 dB ist mit mehrschaligen Wänden, z.B. mit zusätzlichen Gipskartonplatten, zu erreichen. Als massiver homogener Baustoff hat Porenbeton eine innere Dämpfung, bietet also guten Luftschallschutz.
Bei neueren systematischen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass der Porenbeton gegenüber dem Bergschen Gesetz um 4–7 dB bessere Werte aufweist. Dieser Erkenntnis wurde in der DIN 4109 Beibl. 1 Rechnung getragen, in der Porenbeton gegenüber anderen Baustoffen um 2 dB besser eingestuft ist.

Die optische Gestaltung von Gebäuden gilt nach wie vor als eine der wichtigsten Aufgaben der Architektur – und zwar unabhängig davon, ob Einfamilienhäuser oder Verwaltungsgebäude entwickelt werden sollen. Für den Statiker bedeutet dies, dass er sich vorrangig damit auseinandersetzen muss, wie die optisch schönen Erker und Dachformen konstruktiv sauber umgesetzt werden können. Wichtige bauphysikalische Anforderungen an den Wärme-, Schall-, Feuchte- oder Brandschutz werden in dieser Phase häufig noch nachrangig behandelt – und müssen dann am Ende mühsam in das Gesamtkonzept integriert werden.

Für die Funktionsfähigkeit von Außenbauteilen ist eine wärmetechnische Bemessung notwendig. Eine ausreichende Wärmedämmung beeinflusst die feuchtigkeitstechnischen Vorgänge in der Konstruktion positiv und trägt daher erheblich zur Vermeidung von Bauschäden bei. Sie ist außerdem von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da sie unmittelbar auf den Wärmebedarf und somit auf die Heizkosten einwirkt. Auch die Umweltbelastung wird damit stark vermindert. Porenbeton besitzt eine hervorragende Wärmedämmung, so dass schon mit wirtschaftlichen Materialstärken, meist ohne zusätzliche Dämmstoffe, die Vorgaben der DIN 4108 und auch der WSVO erfüllt werden.
Die wärmetechnischen Werte der Porenbeton-Bauteile.
Die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes wird im Wesentlichen durch seine Rohdichte sowie den Feuchtgehalt beeinflusst. Die Wärmeleitfähigkeit verringert (verbessert) sich mit fallender Rohdichte. Der Porenbeton mit seinen zahlreichen, gleichmäßig verteilten kleinen Luftporen besitzt eine relativ niedrige Rohdichte und somit eine für massive Baustoffe sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. Die Wärmeleitfähigkeit erhöht (verschlechtert) sich mit steigendem Feuchtgehalt. Gemessen wird Sie deshalb im vollkommen trockenem Zustand bei 10°C (Messwert #10,tr) Nach Künzel lässt sie sich für trockenen Porenbeton bei etwa 10°C Mitteltemperatur auch näherungsweise berechnen mit r = Rohdichte in kg/m³. Unter praktischen Verhältnissen ist jedoch in Bauteilen immer Feuchte vorhanden. Werte für diese „Praktischen Feuchtgehalte“ von Baustoffen sind unter anderem in der DIN 4108, Teil 4, Anhang A zusammengestellt. Der praktische Feuchtgehalt für Porenbeton liegt bei ca. 4 Masse-%, also noch unter den in DIN 4108 Teil 4 genannten Wert für Porenbeton allgemein. Mit einem Zuschlag auf #10,tr für den Feuchtgehalt erhält man die dann zutreffende Wärmeleitfähigkeit. Im Mittel gelten folgende Zuschläge je Masseprozent Feuchtzunahme : Porenbeton / Leichtbeton 4 %, Kalksandstein 8 % und Ziegel 16 % Für den Wärmeleitrechenwert Lambda R, der zur Berechnung der Wärmedurchgangskoeffizienten herangezogen wird, werden differenzierte Zuschläge angesetzt.

Porenbeton bietet exzellenten Brandschutz Brandschutz ist nicht gleich Brandschutz. Porenbeton setzt als nicht brennbarer und gering Wärme leitender Baustoff Maßstäbe über der Norm. Für die richtige Baustoffwahl ist neben statischen oder ästhetischen Funktionen die Dauer des Feuerwiderstandes ein wichtiges Kriterium. Bauteile aus Porenbeton erfüllen bei entsprechender Dimensionierung die Anforderungen aller Feuerwider-standsklassen von F 30 bis F 180. Und darüber hinaus.

POROTON-Ziegelsysteme

Die Geschichte des Ziegels ist lang, vielleicht ist er so alt wie die Menschheit selbst. Fest steht jedoch, dass der Ziegel bereits am Beginn der uns bekannten Kulturen verwendet wurde.

 

Feuer, Wasser, Luft und Erde – die Elemente des Naturbaustoffes Ziegel.

 

Weniger Kosten am Rohbau und mehr Qualität. Wie geht das? Ganz einfach:
Mit dem POROTON-Planziegel. Dieses Bau-Spar-System aus hochwertigem, natürlichen Ton lässt sich spielend leicht und schnell verarbeiten, besitzt hervorragende bauphysikalische Eigenschaften und ist alles in allem das Material für ökonomisches und ökologisches Bauen.

Der Wärmeschutz im Hochbau umfasst insbesondere alle Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung durch die Umfassungsflächen eines Gebäudes und durch die Trennflächen von Räumen unterschiedlicher Temperaturen. Der Wärmeschutz hat bei Gebäuden Bedeutung für die Gesundheit der Bewohner durch ein hygienisches Raumklima, den Schutz der Baukonstruktion vor klimabedingten Feuchteeinwirkungen und deren Folgeschäden, einen geringeren Energieverbrauch bei der Heizung und Kühlung, die Herstellungs- und Bewirtschaftungskosten.

Unter dem Oberbegriff baulicher Schallschutz werden Maßnahmen verstanden, die eine von einer Schallquelle ausgehende Schallübertragung außer- oder innerhalb eines Gebäudes verringern. Schallschutz-Maßnahmen haben die Aufgabe zu verhindern, dass Geräusche von gesundheitsschädigendem Ausmaß in bewohnte oder genutzte Gebäude eindringen oder aus Gebäuden auf das Umfeld einwirken können. Auch innerhalb eines Gebäudes muss die Schallübertragung unterbunden oder abgemindert werden.

Brandvorschriften sollen Schadenfeuer verhindern und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie die Brandbekämpfung ermöglichen. Sie sollen jedoch nicht den Vermögensschutz einzelner sicherstellen. Es ist deshalb in das Ermessen des Planers gestellt, ob er sich beim Brandschutz mit den bauaufsichtlichen Anforderungen zufrieden gibt, oder ob er für den Schutz des eigenen Lebens und seines Vermögens mehr tun will. Dieses Mehr kann eine Entscheidung für eine längere Feuerwiderstandsdauer der Bauteile und auch für eine weitgehende Verwendung von nichtbrennbaren Baustoffen sein.

NEU im Sortiment: POROTON-MW

Jetzt kommt der neue, mineralwollgefüllte Ziegel POROTON-MW. Eine weitere innovative Kombination des natürlichen Baustoffes Ziegel mit einem bewährten Dämmstoff. Damit Sie die Produkte einfach unterscheiden können, haben sie einen Namenszusatz entsprechend ihrer Füllung: POROTON-P (perlitgefüllt) und POROTON-MW (gefüllt mit Mineralwolle).

POROTON-P: Perlitgefüllte Ziegel zum Standard gereift.
Seit 2001 werden perlitgefüllte Ziegel von Wienerberger im Einfamilienhausbau und im Objektbau eingesetzt. Sie sind zu 100 % praxiserprobt. Und haben mehr als 30.000-fach bewiesen: Die gesetzlichen Anforderungen an den Wärmeschutz werden problemlos erfüllt.

Bauphysikalische Werte: massiv und gut
Mit gefüllten POROTON-Ziegeln wird ökologisch, energiesparend und massiv gebaut. Brandschutz, Schallschutz und beste statische Werte sind natürlich inklusive.

  • Mit den Wärmeleitfähigkeiten von 0,09 bis 0,07 W/(mK) sind die gefüllten POROTON-Ziegel bereits als Dämmstoff eingestuft!
  • Die U-Werte erfüllen mühelos die Anforderungen der EnEV 2009.
  • POROTON-P und -MW sind für den Einsatz auf KfW-Effizienzhaus- und Passivhaus-Niveau ideal geeignet.
  • Die Dämmung steckt bereits im Ziegel, es sind keine zusätzlichen Dämmmaßnahmen oder mehrschalige Wandaufbauten erforderlich.
  • Ein Ziegelhaus aus POROTON ist eine massive, hoch wärmedämmende und langlebige Konstruktion mit hervorragender Wärmespeicherfähigkeit.