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Planung & Partner

Das Grundstück oder Wunschobjekt ist gefunden, der finanzielle Rahmen abgesteckt und erste Gespräche mit Banken haben Sie auch schon geführt. Dann geht es jetzt an die weitere Planung und daran, die richtigen Partner für Ihr Vorhaben zu finden. Recherchieren Sie gründlich und holen Sie sich Empfehlungen von Bekannten ein. Ziehen Sie nur Fachleute zurate, denen Sie vertrauen und die zu Ihrem Projekt passen.

© AboutLife / adobeStock.com

Energie-Fachberater

Energetisch wirksame Um- und Ausbaumaßnahmen sollten für jeden Hausbesitzer von Interesse sein – sie helfen, bares Geld zu sparen. Sowohl bei einer Sanierung als auch beim Neubau empfiehlt sich die Hinzunahme eines Energie-Fachberaters. Dieser berät Sie umfassend und ermittelt die Höhe der möglichen staatlichen Zuschüsse für Sie. Zudem sind die Kosten der Energie­beratung förderfähig.

Architekt

Bei einem Hausbau konsultiert jeder Bauherr in der Regel einen Architekten. Er kann Planer, Organisator, Qualitäts- und Kostenkontrolleur sowie Koordinator des gesamten Bauvorhabens sein – alles zusammen oder nur in Einzelfunktion, das hängt ganz von Ihrem individuellen Auftrag ab. Hierbei ist es sehr wichtig zu wissen, dass ein Architektenvertrag ein Werkvertrag ist, der keiner schriftlichen Form bedarf!

Wenn Sie also einen Architekten hinzuziehen möchten, achten Sie darauf, dass Sie bereits beim ersten Treffen klären, ob und welche Leistungen kostenfrei sind und halten Sie das Ergebnis in jedem Fall schriftlich fest.

Bauunternehmen

Wer einen Hausbau plant, muss früher oder später folgende Entscheidung treffen: Sollen einzeln beauftragte Firmen die Arbeiten ausführen oder wird ein Generalunternehmer (GU) beauftragt? Schließt der Bauherr einen GU-Vertrag ab, profitiert er vor allem von dem Vorteil, dass es nur einen einzigen Vertrag und somit auch nur einen Ansprechpartner gibt – und zwar den Bauleiter des beauftragten Unternehmens.

Bei Mängeln wird direkt der Generalunternehmer zur Verantwortung gezogen und ist zur Mängelbeseitigung verpflichtet. Hinzu kommt, dass der Generalunternehmer die Koordination zwischen den Gewerken übernimmt und diese Aufgabe somit weder am unerfahrenen Bauherren noch am Architekten hängen bleibt.

Natürlich will aber auch der GU für diese Leistung angemessen entlohnt werden. Es ist daher üblich, dass ein GU für einige Gewerke Subunternehmer beauftragt und die in Rechnung gestellten Leistungen mit einem Aufschlag von 15 % an den Bauherren weiterreicht. Damit sichert sich der GU seine Koordinierungs-Vergütung sowie eine Risiko-Vergütung. Da der GU die Subunternehmer günstiger beauftragt, als es ein Bauherr allein könnte, relativieren sich die 15 %. Welcher Weg für Sie in Frage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Bitten Sie im Zweifel Ihren Architekten um eine Einschätzung. Er weiß am besten, welche Variante für seinen spezifischen Fall die Geschicktere ist.

Baugenehmigung – Ja oder Nein?

Wer ein neues Haus baut, braucht eine Baugenehmigung – klar. Doch wie verhält es sich mit Umbauten, Anbauten oder Modernisierungsmaßnahmen? Darf hier nach Lust und Laune gestaltet werden? Die Antwort: jein. Ob Ihr Projekt einer Genehmigung bedarf, ist in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt und vom Bebauungsplan Ihrer Gemeinde abhängig. Wird der äußere Gesamteindruck des Hauses verändert, sind die Umbauten meist genehmigungspflichtig. Nachfolgend haben wir Ihnen einige Beispiele aufgelistet.

Ja

  • Fassaden-Renovierung mit starken Farb- und Form­änderungen
  • Änderung der Dachneigung
  • Änderungen der Dach­flächen (z. B. durch Gauben und Dach­terrassen)
  • Dachausbau (Wohnraum)
  • Kellerausbau (Wohnraum)
  • Abfangen tragender Wände
  • Anbauten (z. B. Winter­gärten und Balkone)
  • Nachträglicher Einbau von Heizräumen
  • Nachträglicher Einbau von Heizöl- und Flüssiggas-Lagerstätten
  • Veränderungen an der Abwasseranlage

Nein

  • Dachdeckungen, wenn Farb- und Materialcharakter erhalten bleiben
  • Erneuerung von Fenstern und Türen, sofern dies nicht zu Veränderungen an der Fassade führt
  • Instandsetzungen und Ver­schönerungen
  • Änderung der Installationen (Heizung, Wasser, Gas, etc.)
  • Änderung oder Errichtung von nichttragenden und nicht aussteifenden Innenwänden
  • Ausbau von Keller und Dach zu lediglich vorübergehend nutzbaren Räumen, z. B. Hobby-, Partyraum, Sauna
  • Anbringung bzw. Änderung von Dach­flächenfenstern

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